Hannovers Sport braucht mehr Muckis!

1.     Positionierung

Sport ist Voraussetzung sowohl für die gesunde Erziehung unserer Kinder als auch für eine gelingende Integration. Denn Sport verbindet Generationen und Nationen. Sport führt Menschen unterschiedlicher sozialer Herkunft optimal zusammen und schafft ein Gemeinschaftsgefühl, das motiviert und die eigene Identität stärkt. Umso unverantwortlicher, dass die Stadtspitze den Sport hinten angestellt hat und Sportstätten wie Hallenbäder nicht ausreichend unterhält. Fördermittel des Landes werden nicht abgerufen. Beim Thema Sport ist Hannovers Stadtspitze schon lange die Luft ausgegangen. Die Leidtragenden sind die sportbegeisterten Menschen: Kinder, die Spaß an der Bewegung haben. Talente, die gefördert werden sollten. Eltern, die sich eine gesunde Erziehung für ihre Kinder wünschen und selber fit bleiben wollen. Senioren, die noch Lust am Sport haben, um sich gesund zu halten.

Desolate Sportstätten und Vereine, die um ihre Existenz bangen, keine Gelder für Kunstrasenplätze und immer wieder zu lange Genehmigungszeiten für Sanierungen: Hannover braucht mehr Muckis beim Thema Sportpolitik!

2.     Breitensport und Ehrenamt

Die im Haushalt vorgesehenen 23 Millionen Euro sind angesichts der notwendigen Investitionen im Bereich der städtischen Sportstätten und Hallenbäder (Misburger Bad, Fössebad, Stöckener Bad, Stadionbad) nicht ausreichend. Für eine zügige Behebung der baulichen Mängel und die Schaffung zusätzlicher Wasserflächen werde ich dem Rat eine Verdopplung des Haushaltsansatzes vorschlagen.

Hierfür werde ich mich, anders als die aktuelle Stadtspitze, um Mittel aus dem Sportstättensanierungsprogramm des Landes bemühen. Dass die Stadt auf bis zu 1 Mio. Euro Förderung pro Sportstätte verzichtet, ist unverantwortlich gegenüber Sportlern und Steuerzahlern.

Sportvereine möchte ich im Rahmen einer Förderrichtlinie dabei unterstützen, ihre Sportstätten so schnell und unbürokratisch wie möglich sanieren zu können (z.B. Bezirkssportanlage Roderbruch, Sporthalle TuS Wettbergen u.a.) bzw. neu zu bauen. Dass bspw. der TuS Vinnhorst die Erschließungskosten für den Hallen-Neubau vollständig selbst tragen musste, ist kein gutes Signal an die vielen Ehrenamtlichen im Sport.

Ich möchte dem Ehrenamt im Sport eine größere Wertschätzung entgegenbringen und mich für Vergünstigungen durch eine Ehrenamtscard einsetzen, die es in anderen Kommunen schon lange gibt. Darüber hinaus verfolge ich das Ziel, dass die Vereine eine höhere finanzielle Unterstützung für Übungsleiterpauschalen erhalten.

3.     Spitzensport

Die Ausrichtung von nationalen und internationalen Sportgroßveranstaltungen ist nicht nur eine Visitenkarte für die Landeshauptstadt, sondern ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Daher möchte ich das Anwerben von Großveranstaltungen ideell und finanziell unterstützen – allerdings nicht aus Mitteln der Sportförderung, sondern der Tourismus- und Wirtschaftsförderung, die das BMWi zur Verfügung stellt.

Trotz baulicher Erweiterungen besteht massiver Sanierungsbedarf beim Sportleistungszentrum, der zentralen Trainingsstätte für Sportler aus ganz Niedersachsen. Bis zu 80% der Baumaßnahmen könnten durch das Land gefördert werden – doch einen Antrag gab es bisher nur für die Wärmeversorgungsanlage. 

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