Keine Straßen umbenennen

Geschichte aufarbeiten statt verleugnen – Keine Umbenennungen von Straßen und Plätzen in Hannover Hannover.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Grünen-Forderung, die Hindenburgschleuse künftig nur noch als Anderter Schleuse auszuweisen, bekräftige ich meine ablehnende Haltung gegenüber der Umbenennung öffentlicher Straßen und Plätze.
„Wir sollten auch bei historisch umstrittenen Persönlichkeiten auf Aufklärung setzen, statt so zu tun als hätte es sie nie gegeben. Ich lehne diese Art, mit der eigenen Geschichte umzugehen, ab. Es ist unsere Verantwortung, das Geschehene aufzuarbeiten und nachfolgende Generationen für die eigene Geschichte zu sensibilisieren. Statt sich mit historischen Persönlichkeiten differenziert und wissenschaftlich auseinanderzusetzen, wollen SPD und Grüne einzelne Kapitel der deutschen Geschichte im öffentlichen Raum einfach tilgen. Ich halte das für einen großen Fehler“.

Zwar ist mir bewusst, dass vor allem kleinere Straßenzüge und Plätze im Zuständigkeitsbereich der Bezirksräte liegen. Doch werde ich dort, wo der Rat die Entscheidungsbefugnis hat, deutlich machen, „dass das Umbenennen einzeln herausgepickter Straßen nicht im Interesse der Landeshauptstadt ist.“ Überhaupt werde zurzeit sehr willkürlich entschieden, nach wem keine Straße mehr benannt werden könne. „Wo ist da die Grenze? Alleine in meinem Stadtteil gibt es ein Dutzend Straßennamen, über die merkwürdigerweise noch kein Wort verloren wurde, darunter Antisemiten und preußische Militärs des 19. Jahrhunderts. Ich halte es für äußerst problematisch zu entscheiden, wo eine solche Grenze zu ziehen ist.“ Ich setze stattdessen auf mehrsprachige Hinweistafeln und historische Stadtrundgänge für Schüler und Touristen, vor allem aus dem Ausland.