Seniorenpolitik

Besondere Bedürfnisse der Senioren bei Mobilität, Sicherheit und Wohnen berücksichtigen – Hannover muss im Alter lebenswert und sicher bleiben

Ich spreche mich für eine stärkere Berücksichtigung der Bedürfnisse älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger aus. „Für die wichtigen Fragen der Zukunft braucht es selbstverständlich moderne und innovative Konzepte. Dabei dürfen wir aber nicht vergessen, dass schon heute jeder vierte Einwohner über 60 Jahre alt ist. Der Erfolg unserer Maßnahmen in den Bereichen ÖPNV, Sicherheit und Wohnen wird sich daher auch daran messen lassen müssen, wie seniorengerecht diese ausgestaltet sind. Ich möchte ein Hannover, dass für junge Familien und Senioren gleichermaßen lebenswert ist.” 

„Mehr Sicherheit in allen Lebensbereichen“  

Für mich als OB-Kandidaten ist Sicherheit in allen Lebensbereichen der Schlüssel für mehr Lebensqualität im Alter.
„Ich möchte mehr Sicherheit im Straßenverkehr, mehr Sicherheit auf dem Wohnungsmarkt und mehr Sicherheit auf öffentlichen Plätzen – in der Umgebung des Hauptbahnhofes genauso wie in allen Stadtteilen. Nur wer sein Zuhause nicht aufgeben muss, bequem von A nach B und auch abends sicher nachhause kommt, wird Hannover auch im hohen Alter als lebenswert empfinden“, weiß ich als fünffacher Vater und vierfacher Großvater.

„Sozialbindung von bis zu 700 Wohnungen pro Jahr erhalten“

Für mich steht und fällt eine altersgerechte Stadt vor allem mit altersgerechtem Wohnraum: „Nicht irgendwo am Rand der Stadt, sondern integriert. Wenn es zu wenig bezahlbaren Wohnraum gibt, spüren das einkommensschwache und mobil eingeschränkte Menschen als erste. Deshalb ist es unverantwortlich, dass die Stadtspitze jedes Jahr ohne Not bis zu 700 Wohnungen aus der Sozialbindung entlässt und Baugenehmigungen nur sehr langsam erteilt. Während andere Kandidaten Wohnungen bauen wollen, die es erst in 10 oder 15 Jahren gibt, möchte ich darüber hinaus Maßnahmen ergreifen, die sofort Abhilfe schaffen. Von schicken neuen Wohnungen im Kronsberg wird keine Rentnerin profitieren, die schon nächstes Jahr aus ihrem Zuhause gedrängt wird.”
“Wir brauchen jetzt mehr Wohnungen, eine stärkere Sozialbindung und ein Sonderprogramm zur Förderung altersgerechten Wohnraums.

„Pflege-Angebote vom Stadtteil her denken“

Nicht zufrieden bin ich auch mit der Pflegelandschaft in der Stadt Hannover. Trotz nur begrenzter kommunaler Steuerungsmöglichkeiten will ich mehr Initiative zeigen: „Die Stadt alleine kann hier wenig bewirken. Aber man kann mehr tun. Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit, mit dem JobCenter, mit den Anbietern der Pflegedienste und mit Pflege-Beschäftigten möchte ich in die Offensive gehen. Wir sollten über konkrete Bedarfe reden, Aus- und Fortbildung intensivieren und Anwerbeprogramme auflegen. Wenn wir unsere Ausbildungsbemühungen verstärken, sehe ich auch unter den Migrantinnen und Migranten, die gekommen sind, mitunter große Potentiale.“ Mit Blick auf den Ausbau von Pflege-Angeboten setze ich auf ein Umdenken bei der Planung: „Wir müssen die Pflegeinfrastruktur vom Stadtteil her denken: Vor Ort überprüfen, was ist schon da, was fehlt, wer kann was anbieten. Wer in Bothfeld lebt, dem nützt das Seniorenzentrum in der Südstadt wenig. Deswegen möchte ich die Altenhilfeplanung pragmatisch und stadtteilbezogen betreiben und auch für Pflegenachfrager verständlicher machen.

„Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen, Ordnungsdienst verdoppeln“

Auch die Sicherheit im öffentlichen Raum will ich deutlich ausbauen. Dabei verweise ich nicht nur auf die von mir in Aussicht gestellte Stellen-Verdopplung des städtischen Ordnungsdienstes und dessen Ausweitung auf alle Stadtteile Hannovers: „Auch im Straßenverkehr benötigen die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger mehr Sicherheit. Der Radverkehr wird weiter zunehmen, und auch E-Scooter werden wir bald noch häufiger sehen. Ich setze mich als OB nicht nur für bessere Radwege und getrennte Spuren, sondern auch für klare Regeln und deren Einhaltung ein. Bei allem Verständnis für den Spaßfaktor: Aktuell stellen insbesondere E-Scooter eine Gefahr für ältere und mobil eingeschränkte Menschen dar. Hier setze ich mich für einen Interessenausgleich ein“, sagt Scholz.

„Seniorengerechter Bürger-Service auch ohne Internet“

Diesen Ausgleich verspreche ich auch bei der dringend erforderlichen Digitalisierung der Stadtverwaltung: „Ich weiß, dass sich viele Senioren gerne und begeistert mit neuen Medien auseinandersetzen, aber eben nicht alle. Ich kann mir gut vorstellen, den Kommunalen Seniorenservice und die Angebote der Volkshochschule weiter auszubauen.“ Letztlich müssten Grundbedürfnisse in den nächsten Jahren auch ohne Internet erfüllbar sein. „Einen Pass oder Personalausweis muss man auch auf dem Amt beantragen und einen Fahrschein am Automaten kaufen können. Als OB würde ich mich im Verwaltungsrat auch dafür einsetzen, dass einfache Bankgeschäfte auch am Schalter noch möglich sind.“