5-Punkte-Plan für mehr Wohnungen in Hannover

Unser Anliegen ist es, durch gezielte Maßnahmen mehr Dynamik in den Wohnungsbau in Hannover zu bringen. Hierbei sollen kurzfristig Erfolg versprechende Maßnahmen auch sofort umgesetzt werden. Andere Maßnahmen führen mittel- bis langfristig zum Erfolg. Eine Initiative aus Investoren, großen Bauherren, Ingenieuren, Baurechtsexperten, Sozialverbänden und Vertretern von Stadt und Land soll den OB darüber hinaus fortlaufend beraten und konkrete Maßnahmen empfehlen.

Kurzfristiger Erhalt der Wohnungen mit Sozialbindung: Jedes Jahr entfällt die Sozialbindung bei 300 bis 700 Wohnungen. Diese Wohnungen müssen unbedingt in der Sozialbindung verbleiben, um den Druck auf den Wohnungsmarkt nicht weiter zu verschärfen. Hierfür sind umgehend Gespräche mit Investoren und Eigentümern aufzunehmen. Diese Lösung ist sofort umsetzbar. 

 

Das bestehende Baurecht endlich umsetzen: 10.000 Wohnungen könnten binnen ein bis zwei Jahren entstehen, wenn das Bauamt in die Lage versetzt wird, die Bauanträge zügig abzuarbeiten. Es mangelt an Systematik und Standardisierung der Arbeitsprozesse, Transparenz und Geschwindigkeit. Das ist in erster Linie ein Führungsproblem, das sofort anzugehen ist.  

 

Nachverdichtung mit Augenmaß: Menschen wollen dort wohnen, wo die Infrastruktur am besten ist. In bereits bestehenden Wohngebieten können Neu- und Sanierungsbauten am schnellsten umgesetzt werden. Durch Verdichtung an gesellschaftlich akzeptierten Orten können ohne hohe Kosten für neue Infrastruktur binnen drei bis fünf Jahren neue Wohnungen entstehen. Plätze, Grünflächen und andere für das Stadtklima unverzichtbare Frischluftschneisen müssen allerdings erhalten bleiben. 

 

Kapitalerhöhung für die städtische Wohnungsbaugesellschaft: Geförderter Wohnraum lässt sich nur noch unter erschwerten Bedingungen im Neubau realisieren. Explodierende Baukosten führen dazu, dass preisgünstige Wohnungen mithilfe von Luxuswohnungen querfinanziert werden. Das führt zwangsläufig zu höheren Mieten und weniger Wohnraum im mittleren Preissegment. Durch eine Kapitalerhöhung bei der hanova WOHNEN GmbH würde diese in die Lage versetzt, selbst preisgünstigen Wohnraum zu schaffen.  

 

Gründung einer Entwicklungsgesellschaft: Mithilfe einer zu gründenden, schlanken und effizient arbeitenden Entwicklungsgesellschaft könnte die Stadt ihre Bemühungen um neue Flächen deutlich intensivieren, diese erschließen und an bauwillige Investoren weiterveräußern. Eine GmbH könnte sich ganz anders auf dem Grundstücksmarkt verhalten und die Geschwindigkeit von Bauvorhaben deutlich erhöhen.